Die Paläo-Diät (auch Höhlenmensch-Diät, Ur-Diät, Steinzeit-Diät und Jäger-Sammler-Diät genannt) ist heutzutage sehr beliebt und geht von einer einfachen Frage aus: Was würde ein Höhlenmensch essen? Hier erklären wir, was die Paläo-Diät beinhaltet, ihre Vor- und Nachteile und schließlich, was ein moderner Mensch wissen muss, um zu entscheiden, ob er die Paläo-Diät macht oder nicht.

Die Paläo-Prämisse

Die Paläo-Diät basiert auf den gleichen Lebensmitteln, die unsere Vorfahren als Jäger und Sammler angeblich gegessen haben: Obst, Gemüse, Fleisch, Meeresfrüchte und Nüsse. Indem wir diese Ernährungsrichtlinien befolgen, passen wir unsere Ernährung stärker an den evolutionären Druck an, der unsere heutige Genetik geprägt hat, was wiederum die Gesundheit und das Wohlbefinden positiv beeinflusst. Die Diät verringert die glykämische Belastung des Körpers, besitzt ein gesundes Verhältnis von gesättigten zu ungesättigten Fettsäuren, erhöht den Vitamin- und Nährstoffverbrauch und enthält eine optimale Balance von Protein, Fett und Kohlenhydraten.

Experten sind sich über die Vorteile nicht einig

Allerdings sind die gesundheitlichen Vorteile der Paläo-Diät wissenschaftlich nicht bewiesen. Unsere Vorfahren aßen auf diese Weise und hatten nicht viele der chronischen Krankheiten, die wir haben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Nahrung, die sie aßen, der Grund dafür ist. Diese Schlussfolgerung zu ziehen wäre wie zu sagen, dass wir dreimal länger leben als unsere paläolithischen Vorfahren, weil wir Fastfood zu uns nehmen. Dennoch haben eine Handvoll kleiner Studien versucht festzustellen, ob eine Paläo-Diät eine gesündere Ernährung ist. Eine kleine Studie, die in der Zeitschrift Diabetologia veröffentlicht wurde, fand heraus, dass die Diät im Vergleich zu einer mediterranen Ernährung den Blutzucker verbesserte. Aber es ist schwer zu sagen, ob Forscher zu den gleichen Ergebnissen in einer größeren Studie kommen würden.

Was steht auf der Speisekarte?

Frisches Obst, frisches Gemüse, frisches Fleisch – bei der Paläo-Diät geht es darum, Lebensmittel direkt von der Erde zu essen, so wie es unsere Vorfahren taten. Diese Vorfahren hatten weder Nutzvieh noch Nutzpflanzen. Mit Gras gefütterte und biologische Sorten sind vorteilhaft, um die Exposition gegenüber Pestiziden, Antibiotika und anderen Chemikalien zu begrenzen.